Beetformen – Warmbeet

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Das Warm- oder Mistbeet eignet sich mit seiner selbsterzeugten biologischen Wärme in unserem Klima für eine Frühkultur von Gemüse ab Februar. Im Ökogarten benutzen wir das Mistbeet auch zur Anzucht unserer Gemüsepflanzen für die anderen Beete.

Beschickung des Mistbeetes

Zum Schutz gegen Wühlmäuse wird der Boden mit Porotonsteinen auslegtZur Isolierung zum Boden wird eine Schicht Laub eingebracht

Auf die Laubschicht folgt eine Schicht aus frischem PferdemistZum Schluss wird die zuvor bei Seite geräumte Gartenerde aufgetragen

Wir können uns ein solches Beet selbst bauen, wenn wir 3 cm starke Holzbohlen verwenden. Das Holz wird vor dem Einbauen mit einem ungiftigen Holzimprägniermittel (erhältlich im Fachhandel) gut getränkt; dieses erfolgt am besten durch ein zweimaliges Anstreichen. Im Ökogarten haben wir den Rahmen des Mistbeetes gemauert. Zum Abdecken sollte man Glasscheiben verwenden. Diese sollten möglichst dicht abschließen. Die Glasabdeckung kann mit alten Fenstern erfolgen. Aber auch mit einer stärkeren Folie kann man den Deckel aus Folie und Holzrahmen bauen. Die Folie sollte allerdings lichtdurchlässig sein, sonst schießen die Pflänzchen in dem Anzuchtbeet in die Höhe.

Bau eines Mistbeetes

Um sicher zu gehen, dass keine Wühlmäuse ins Mistbeet einziehen, können wir den Boden mit Porotonsteinen auslegen. Die beigefügte Zeichnung vermittelt die Maße und das Beschicken des Warmbeetes mit frischem Mist (oder Kompost) und der Gartenerde: Den humusreichen Gartenboden hebt man im Warmbeet aus (wird später wieder eingebracht) und füllt beginnend mit einer Laubschicht von 10 cm auf. Die Laubschicht isoliert nach unten ab. Dann folgt eine 10 cm Schicht mit frischen, dampfenden Mist oder Kompost (Kaninchen-, Hühner-, Pferdemist) und füllt mit etwa 10 - 12 cm humusreicher Gartenerde locker auf. Darauf legt man ca. 5 cm Gartenerde, die gut mit Reifkompost vermischt wurde (Saat- und Pflanzschicht). Alle Schichten werden locker eingetragen, damit der frische Mist (oder Kompost) in der untersten Lage genügend Luft für den Abbau und die damit verbundene Wärmeproduktion erhält. Ein frisch beschicktes Warmbeet sollte man niemals betreten.

Das Warmbeet dient als AnzuchtbeetGeschützt gedeihen die Paprikapflanzen im Sommer

Eine frühe Ernte ist im Warmbeet garantiertWir packen das Warm- oder Mistbeet bereits im Februar. Mistbeete müssen belüftbar sein, schattierbar und gegen Kälte abdeckbar (z. B. mit dem Glasdeckel) sein. Bei Bedarf müssen die Kulturen im Mistbeet gegossen werden.

Im Warm- oder Mistbeet herrscht durch die beim Abbau des frischen Mistes auftretende Wärme eine Temperatur von durchschnittlich 10° C, die bei den Treibsorten ausreicht, um ein Wachstum der Pflanzen zu fördern. Anfang April können dann die ersten Salatköpfe oder Radieschen aus dem Warmbeet geerntet werden. Die Anzucht der Pflänzchen für die anderen Beete erfolgt ebenfalls im Mistbeet.

Später kann das Mistbeet bis zu Vegetationsende als normales Beet Verwendung finden. Im Herbst und Winter haben wir auch Wintergemüse eingeschlagen. Allerdings hierbei aufpassen, dass die Temperaturen nicht zu hoch werden und ab und zu die Glasdeckel zum Lüften anheben.

Weitere Informationen:

Ökogarten der VHS Völklingen
Gehlheidstraße • 66333 Völklingen-Fürstenhausen

Aus dem VHS-Ökogarten ist der Bürgergarten Völklingen geworden:
zur Projektbeschreibung

Die VHS Völklingen bedankt sich bei allen Ökogärtnern, die zu diesem nachhaltigen Projekt ein Beitrag geleistet haben.