Biologische Düngemittel – Tabellen

An dieser Stelle erfolgt keine wissenschaftliche Abhandlung über den Einsatz von Biologischen Düngemitteln. Wir wollen die Düngemittel, die im Ökogarten verwendet werden, auflisten und deren Einsatz beschreiben.

Tabellenanhang, erstellt von Dr. Peter Chrometzka

Nährstoffinhalte
  Stickstoff Phosphorsäure Kalium Kalk organische Substanz
Kompost 0,4- 1 0,5 0,5 0,8 70
Hornmehl          
Hornspäne 9-14 4-5 0,2 6 80
Blutmehl 10 1-2 ca. 0,5 0,5 80
Rizinusschrot 5-6 2,5 1,5 1 90
Knochenmehl 3-5 15 0,2 30 30
Holzasche --- 2-4 6-10 30 ---
Gesteinsmehle* --- 0,2 2-11 5 ---

*reich an Spurennährstoffen, z, B. Zink, Mangan, Bor, Kupfer, Molybdän; Angaben in % der Trockenmasse

Von diesen Bodenverbesserungs- und Düngemitteln gibt man für Starkzehrer (Kohl, Lauch, Sellerie, Tomaten, Gurken etc.) je 100 qm etwa folgende Mengen:

Kompost: ca. 1cbm (= 3-5 cm dicke Schicht)
Hornmehl oder Hornspäne: ca. 8-10 kg
Rizinusschrot: ca. 10-12 kg
Holzasche: ca. 6 kg
Gesteinsmehle: ca. 15-20 kg

Schwachzehrer benötigen nur 1/4 bis 1/3 der aufgeführten Menge oder sind als Folgekultur mit dem zufrieden, was die Starkzehrer im Boden zurückgelassen haben. Zu den Schwachzehrern gehören vor allem: Möhren, Rote Rüben, Steckzwiebeln, Buschbohnen, Erbsen, Feldsalat, Gartenkräuter u. a.

Kalkbedarf der Gemüsepflanzen:

In der folgenden Tabelle ist der Kalkentzug aus dem Boden bei Gemüsepf1anzen enthalten, was zu einer Einteilung in stark kalkbedürftige und in schwächer kalkbedürftige Pflanzen führt.

Kalkentzug in g je 10qm Boden (angegeben als CaO)
Stark kalkbedürftige Pflanzen schwächer kalkbedürftige Pflanzen
Weißkohl 400 Stangenbohnen 90
Rotkohl 300 Buschbohnen 80
Chinakohl 300 Erbsen 80
Wirsing 230 Zwiebeln 70
Brokkoli 200 Lauch 50
Rosenkohl 170 Rettich 50
Grünkohl 130 Kohlrabi 50
Blumenkohl 100 Kopfsalat 35
Sellerie 150 Gurken 30
Tomaten 130 Spinat 30
Möhren 130 Radieschen 25
Kartoffeln 120 Kürbis 20
Pflanzenjauchen, Pflanzenbrühen, Pflanzentees
  Ansatz
Jauche
frische Pflanzen
Ansatz
Brühe & Tee
trockene Pflanzen
Anwendung
und Wirkung
Zeitpunkt Verdünnung
Schachtelhalm 1 kg/10 l 150 g/10 l Pilzerkrankungen, bodenverbessernd ganzjährig 1 : 5
Brennnessel 1 kg/10 l 200 g/10 l zur Düngung, zur Kompostbereitung,
gegen Läuse
bei Bedarf 1 : 10
unverdünnt auf Boden und Kompost
Baldrian Blüte auspressen und Auszug erstellen,
2-3 Tropfen auf 1 Liter Wasser
fördert Blüte und Frucht, fördert die Kompostierung vor der Blüte, beim Ansetzen des Komposts wie
angegeben
Farnkraut 1 kg/10 l 100 g/10 l gegen Läuse bei Bedarf nicht
verdünnen
schwarzer
Holunder
1 kg/10 l 150 g/10 l gegen Erdraupen und Kohlweißling bei Bedarf 1 : 5
Kamille   100 g/10 l Samenbeize (15 Min. im Tee lassen) vor
Aussaat
1 : 5
Kapuzinerkresse 1 kg/10 l 100 g/10 l gegen Blatt-
und Blutläuse
bei Befall 1 : 10
Comfrey 1 kg/10 l 150 g/10 l zur Düngung,
allgemein gegen
Pflanzenkrankheiten
ab Ende
April
1 : 5
Majoran   150 g/10 l auf Ameisenstraßen und Nester gießen bei Bedarf nicht
verdünnen
Rainfarn   300 g/10 l
frisch
gegen Erdfloh,
gegen Bohnen- und Johannisbeersäulenrost
bei Befall
2x die
Woche
nicht
verdünnen
Rhabarber   500 g/3 l
frisch
gegen Bohnenblattlaus,
Lauchmotte
bei Befall nicht
verdünnen
Schafgarbe   100 g/5 l gegen Monilia und
Mehltau
an 3 Tagen
alle 2
Wochen
1 : 5
Tomaten
(Geiztriebe)
  30 g/2 l
frisch
gegen Erdraupen,
Kohlweißling, Läuse
und Kartoffelkäfer
bei Bedarf 1 : 2
Wermut   300 g/10 l
frisch
gegen Erdflöhe,
Blattläuse, Kohlfliege, Möhrenfliege
bei Befall
2x die
Woche
nicht
verdünnen

Ökogarten der VHS Völklingen
Gehlheidstraße • 66333 Völklingen-Fürstenhausen

Aus dem VHS-Ökogarten ist der Bürgergarten Völklingen geworden:
zur Projektbeschreibung

Die VHS Völklingen bedankt sich bei allen Ökogärtnern, die zu diesem nachhaltigen Projekt ein Beitrag geleistet haben.