Gemüse im Ökogarten – Buschbohnen

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Buschbohnen in voller Pracht

Bohnen gehören wie die Erbsen zu den Leguminosen und reichern mit den Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft im Boden an. Sie gehören zu den Schwachzehrern und müssen nicht zusätzlich gedüngt werden. Sie reichern sogar für die nächste Generation von Starkzehrern den Boden mit Stickstoff an. Die Wurzeln lassen wir aus diesem Grunde im Boden, damit die Knöllchenbakterien nicht mit der Wurzel herausgezogen werden.

Bohnenkraut in Mischkultur mit Buschbohnen vertreibt BlattläuseAnpflanzung der Buschbohnen im Pulk. Hier mit Salat in Mischkultur, der mit den Eimern vor Schnecken geschützt wird.Buschbohnen in Mischkultur mit Lauch, dazwischen wurde die Miere stehengelassen.

Die Aussaat erfolgt ab Mitte Mai, denn die Buschbohnen sind sehr wärmeliebend. Frühere Aussaaten haben sich im Ökogarten nicht bewährt. Der Boden sollte mit der Grabegabel tiefengelockert sein. Reifkompost kann in die Erde mit eingearbeitet sein. Die Bohnen werden nur 2-3 cm tief gelegt. Wichtig ist, dass wir an Nachsaaten denken, also im 2-3 wöchentlichen Rhythmus nacheinander aussäen, so gehen die Buschbohnen das Gartenjahr über nicht aus. Als frühe Sorte haben wir Pfälzer Juni, als späte Sorte Maxi gewählt. Die Buschbohne Maxi trägt die Früchte hochhängend, was eine saubere Ernte ermöglicht.

Marienkäfer fressen gerne BlattläuseOft unbekannte Wesen, die Blattlaus fressenden Larven der MarienkäferMarienkäfer und Larve

Um vor Läusen zu schützen, sät man Bohnenkraut in die Reihen. Auch das Bohnenkraut sollte nachgesät werden. Dieses kann man in der Küche gleich mitverwenden. Wenn ein Blattlausbefall beobachtet wird, vor einer Behandlung mit Tee oder Brühe nach Marienkäfern und deren Larven Ausschau halten. Am Gartenzaun einer Nachbarin ergab sich folgendes Gespräch: „Die Bohnen sind gut gediehen, nur die Blattläuse machen Sorgen und da gibt es noch anderes Ungeziefer!“. Beim näheren Hinschauen waren dies die Larven der Marienkäfer. Also – kein Handlungsbedarf, die Blattläuse sind bald verschwunden.

Die Beetstellen, die nicht von den Bohnen bedeckt werden, mulchen wir im Ökogarten mit Stroh oder Wiesenschnitt ab. Wir empfehlen, ausreichend zu gießen, umso größer wird die Ernte. Nach der Ernte kann das Laub kompostiert werden oder – noch besser – als Mulch auf dem Pflanzbeet verbleiben. Dazu Stroh und Wiesenschnitt geben.

Buschbohnen in Mischkultur mit Kohlrabi und TomatenDie Sorte Maxi trägt die Früchte hochDie Beete werden mit Stroh gemulcht

Wer für das nächste Jahr Samen ernten möchte, kann früh gesäte Exemplare ausreifen lassen. Dies gelingt ohne Probleme. Als besonders geeigneter Mischkulturpartner haben wir die Kartoffel entdeckt. Nach Testversuchen ist die Ernte der Kartoffeln höher ausgefallen. Nachdem die Bohnen abgeerntet waren, starteten die Kartoffeln durch. Aber auch Salate, Kohl, Gurken und Sellerie sind gute Nachbarn.

Lässt man einige Pflanzen ausreifen, können die Samen für das nächste Jahr geerntet werden.

Mischkulturpartner im Biogarten: Kartoffeln, Gurken, Kohl, Sellerie, Salate
Pflanzenabstand in der Reihe: 3 – 4 cm, oder alle 40 cm 4 – 6 Samen
Abstand der Reihen: 40 cm
Nährstoffansprüche: Schwachzehrer
Sorten (im Ökogarten eingesetzt): Pfälzer Juni, Maxi, Saxa
Ökogarten-Empfehlungen: Nachsaaten, Mischkultur mit Kartoffeln

Ökogarten der VHS Völklingen
Gehlheidstraße • 66333 Völklingen-Fürstenhausen

Aus dem VHS-Ökogarten ist der Bürgergarten Völklingen geworden:
zur Projektbeschreibung

Die VHS Völklingen bedankt sich bei allen Ökogärtnern, die zu diesem nachhaltigen Projekt ein Beitrag geleistet haben.