Gemüse im Ökogarten – Salate

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Salate sind gute Mischkulturpartner. Man kann sie auch im Laufe des Gartenjahres mehrfach aussäen und ernten. Im Ökogarten säen wir alle 4 Wochen unterschiedliche Salate in die Beete oder ins Frühbeet. Somit können die Salatpflänzchen am Ort vereinzelt oder in andere Beete versetzt werden. Insbesondere, wenn im Beet nach der Ernte z. B. eines Kohlrabi oder Kohlkopfes ein Platz frei wird, lockern wir die Erde und setzen Salate an diese Stelle. Ein zu frühes Aussäen bringt die Salate zum Austreiben. Wir berücksichtigen i.d.R. die Aussaat nach dem Mondkalender. Im Ökogarten haben wir viele Erfahrungen mit Hochbeeten. Auch hier ist der Salat ein gerne gesehener Mischkulturpartner und schließt die Lücken. Das Hochbeet ist so vor Austrocknung geschützt. Heinz Erven hatte die Hochbeete in akribischer Perfektion bepflanzt (siehe Foto).

Salate auf dem Hochbeet, Besuch bei Heinz Erven im Paradies (1987)

Da Salate Mittelstarkzehrer sind, genügen normal mit Kompost versehene und gemulchte Beete. Salatpflanzen muss man allerdings regelmäßig an den Wurzeln gießen. Da Schnecken Salate lieben, ist ein regelmäßiges Absuchen der Schnecken erforderlich. Salatabfälle können wir am Beetrand auch als Schneckenköder liegen lassen.

Brauner TrotzkopfMaikönigLollo rosso

Die Schnecken lassen sich dort bequem absammeln. Auch die „Scheckeneimer“ (siehe biologischer Pflanzenschutz) sind insbesondere bei Salatpflanzen im Einsatz. Wer seinen eigenen Bio-Samen ziehen möchte, lässt den einen oder anderen Salatkopf am Beetrand stehen. Die „schießenden“ Salate liefern reichlich Nachschub für das nächste Jahr. Die blühenden Salate werden bis zu 1,5 m hoch und müssen oft gestützt werden.

Die Salate werden mit dem Schneckeneimer geschütztBlühender TrotzkopfSelbstgezogener Salatsamen

Jeder Salat schmeckt anders. Hier heißt es auszuprobieren, was man mag. Allerdings gedeihen manche Salate nur gut zu bestimmten Zeiten wie der Zuckerhut, Radicchio oder Winterendivien. Diese Salate sind für die Nachkultur nutzbar und vertragen leichten Frost. Ein besonderer Fall ist der Chicorée. Dieser Salat kann über den Winter verspeist werden, nachdem er in einem Eimer Sand im warmen Keller getrieben ist. Ebenso kann man im Garten auch Löwenzahn anbauen. Die Ernte sollte im zweiten Jahr erfolgen, denn im ersten Jahr sammeln die angehäufelten Pflanzen Nährstoffe. Feldsalat haben wir auch als Grünsaat verwandt. Man kann den Feldsalat auch ausblühen lassen, im nächsten Jahr ist die Ernte gesichert.

EndivienZuckerhutEissalat mit Radicchio

Mischkulturpartner im Biogarten: Radies, Rettich, Bohnen, Erbsen, Gurken, Möhren, Zwiebeln
Pflanzenabstand in der Reihe: in der Reihe aussäen, nach und nach vereinzeln, große Salatköpfe brauchen 50 cm Abstand
Abstand der Reihen: auf Lücke setzen, ebenfalls 50 cm
Nährstoffansprüche: Mittelstarkzehrer
Sorten (im Ökogarten eingesetzt): Hohlblättriger Butter (Schnittsalat), Maikönig, Trotzkopf, Lollo Rosso, Roter Eichblattsalat, Kagraner Sommer, Zuckerhut, Endivien Bubikopf und Frisée, Radicchio, Eissalat Laibacher Eis, (Winter)Endivien, Feldsalat
Ökogarten-Empfehlungen: Nachsaaten gießen, Schneckenbarrieren einsetzen, nach Schnecken absuchen, nicht zu früh säen, Samen gewinnen

Ökogarten der VHS Völklingen
Gehlheidstraße • 66333 Völklingen-Fürstenhausen

Aus dem VHS-Ökogarten ist der Bürgergarten Völklingen geworden:
zur Projektbeschreibung

Die VHS Völklingen bedankt sich bei allen Ökogärtnern, die zu diesem nachhaltigen Projekt ein Beitrag geleistet haben.