Stichwortverzeichnis E

Das Stichwortverzeichnis soll einen schnellen Zugriff auf ein Thema des Biologischen Gartenbaus ermöglichen. Haben Sie etwas Geduld, wir arbeiten nach und nach an dem Stichwortverzeichnis.

Wir erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit und der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit. Die Themen wurden im Ökogarten bearbeitet und stellen den Erfahrungsschatz von 25 Jahren dar, nicht mehr und nicht weniger.

Die Eidechse zieht sich gerne unter Reisighaufen zurückEidechse

Die Eidechsen gehören zu den Reptilien. Da diese wechselwarm sind, steigt ihre Aktivität mit zunehmender Temperatur. Um sich zurückziehen zu können, benötigen die Eidechsen Reisig- oder Laubhaufen. Auch Trockenmauern und Steinhaufen sind beliebte Rückzugsgebiete. Eidechsen fressen Spinnen, Fliegen, Käfer und Heuschrecken. Auch kleinere Schnecken und Schneckeneier bleiben nicht verschont. Beim Wegräumen von Reisighaufen schonend vorgehen. Wir haben immer Eidechsen darunter gefunden.

Querverweise: Förderung von Nützlingen, Steinhaufen, Reisighaufen

Neben dem Frisée ist hier die Sorte Escariol als Endivien angebautEndivien

Endivien gehört zur Gattung der Wegwarten und bildet violette schöne Blüten aus. Wer Samen gewinnen möchte, kann die Wurzel ausgraben, im Topf im Keller überwintern und im nächsten Jahr pflanzen. Der Anbau von Endivien ist im Ökogarten unverzichtbar. Endivien in der Form des Winterendivien Escariol oder des Frisée kann spät auf abgeerntete Beete gesetzt werden (Spätsommersalat und Wintersalat). Pflanzt man den Endivien zu früh, kann er in die Blüte treiben Oft haben wir den Endivien in Mischkultur mit Knollenfenchel gepflanzt.

Querverweise: Salate, Schneckenregulierung

Die Epidermis mit ihrer Wachsschicht lässt keinen Regentropfen eindringenEpidermis

Unter Epidermis versteht der Botaniker das Abschlussgewebe bei Pflanzen oder Tieren (z. B. Bestandteil der menschlichen Haut). Die Epidermis stellt eine Zellschicht dar, wobei die äußeren Zellen verdickt sind. Bei Pflanzen ist die Epidermis nach außen noch mit einer Wachsschicht versehen.

Querverweise: Dorn, Stachel

Als Rank-Hilfen für die Erbsen werden Reisigäste neben die Reihe gestecktErbsen

Erbsen gehören zu den Leguminosen und reichern mit den Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft im Boden an. Sie gehören wie die Bohnen zu den Schwachzehrern und müssen nicht zusätzlich gedüngt werden. Wenn der Boden mit Steinmehl und Holzasche versorgt wird, genügt dies vollkommen. Erbsen benötigen eine Rankhilfe. Im Ökogarten haben wir Reisig genommen und entlang der Reihen in den Boden gesteckt. Dies ist auch ein guter Windschutz (je nach hauptsächlich vorherrschender Windrichtung: Seite beachten). Nach der Ernte, Wurzeln mit den Knöllchenbakterien im Boden belassen (Stickstoff), das Laub kann kompostiert werden oder als Mulch Verwendung finden.

Querverweise: Leguminosen, Schwachzehrer, Buschbohnen, Stangenbohnen

Das Erbsenstroh kann nach der Ernte als Mulchmaterial Verwendung findenErbsenstroh

Als Erbsenstroh bezeichnet man das verwelkte Laub der Erbsen nach der Ernte. Die Pflanzen werden im Ökogarten am Boden abgeschnitten, damit die Knöllchenbakterien im Boden verbleiben. Man kann das Erbsenstroh klein häckseln und damit Beete mulchen oder noch einfacher, direkt auf dem Beet belassen (zuvor mit der Gartenschere etwas klein schneiden).

Querverweise: Hülsenfrüchtler, Bohnen, Knöllchenbakterien

Kompost, eine humusreiche Erde, ein wichtiger Bestandteil im ÖkogartenErde

Spricht man über die Erdschicht, kommt man leicht ins Meditieren. Die Erdkrume, die Humusschicht, ist Grundlage allen Lebens. Die Pflanzen ernähren sich aus der Erde und werden von den Tieren gefressen. Am Ende der Nahrungskette steht der Mensch. Ein Leben ohne die Erdkrume ist also nicht möglich. Im Ökogarten wollen wir eine lebendige Erdkrume, reich an Humus. Nur so können auf natürliche Weise den Pflanzen verfügbare Stoffe abgegeben werden. Leider verletzten wir die Erdkrume durch Bauarbeiten, Siedlungs- und Straßenbau nur allzu oft. Schaffen wir im Ökogarten eine gesunde Erde gemäß des Leitspruchs von Heinz Erven: „Gesunder Boden – gesunde Pflanzen – gesunde Tiere – gesunde Menschen.“

Querverweise: Kompost, Boden, Bodenlockerung

Radiesblatt ist durch den Fraßschaden des Erdflohs gekennzeichnetErdfloh

Erdflöhe gehören zu den Blattkäfern. Sie sind sehr klein und werden bis 4 mm groß. Sie sind blau-schwarz, man kann im Sonnenlicht glänzende Punkte erkennen. Ihr Körperbau ist länglich-eiförmig. Schon besser sichtbar sind die Fraßschäden, die sie anrichten. Wir sehen die Fraßschäden insbesondere an Kohlpflanzen und insgesamt an Kreuzblütlern wie den Radieschen. Dabei sind viele runde Löcher zu erkennen. Wir hatten im Ökogarten kaum Ausfall durch den Erdfloh. Da der Käfer die Trockenheit liebt, ist Gießen und Mulchen angesagt. Auch ein Abdecken mit Vlies ist hilfreich.

Querverweise: Vlies, Kohlpflanzen, Mulchen

Erdkröte, ein Bewohner des ÖkogartensErdkröte

Die nachtaktive Erdkröte ist ein eifriger Vertilger von Raupen, Schneckeneiern und Jungschnecken, allerdings auch von Würmern und Asseln, die wir im Ökogarten gerne sehen. Wir haben Erdkröten oft in unseren Beeten gefunden. Bei Sonneneinstrahlung suchen die Amphibien Unterschlupf unter Steinen oder in Erdspalten. Also sollten wir diesen Unterschlupf in unseren Gärten vorhalten.

Querverweise: Biologischer Pflanzenschutz, Förderung von Nützlingen

Die Erdraupen sind Larven von Eulenfaltern und leben in der ErdeErdraupen

Erdraupen sind die Larven von Schmetterlingen, den Eulenfaltern. Die Erdraupen fressen an den Wurzeln unserer Gemüsepflanzen und treten somit als Schädlinge auf. Die Erdraupen fühlen sich weich an und rollen sich in der Hand zusammen. Natürliche Feinde sind Laufkäfer, Schlupfwespen und Igel. Also wer seinen Garten ökologisch ausgerichtet hat, wird viele Helfer haben.

Querverweise: Förderung von Nützlingen, Schmetterlinge

Ökogarten der VHS Völklingen
Gehlheidstraße • 66333 Völklingen-Fürstenhausen

Aus dem VHS-Ökogarten ist der Bürgergarten Völklingen geworden:
zur Projektbeschreibung

Die VHS Völklingen bedankt sich bei allen Ökogärtnern, die zu diesem nachhaltigen Projekt ein Beitrag geleistet haben.